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Autorin: Renate Martin-Schäfer, Edermünde

Ländlicher Raum ist Identität, Heimat, Wohnort, Arbeitsplatz und Erholungsgebiet für viele Bürger.

Nur wenn Boden erhalten wird, kann der Klimawandel abgemildert werden. 90% unserer Nahrungsmittel wachsen auf Boden! Er ist Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und den Menschen.

Das Lidl-Bauvorhaben ist auf einer Ackerfläche geplant, die zu den fruchtbarsten Böden in Hessen zählt. Der Bodenwert/Ackerwert beträgt hier im Schnitt 73-78. (Skala von 1-100)

Es ist nicht klug, Flächen zu bebauen und zu versiegeln auf denen Nahrungsmittel produziert werden. Boden speichert Wasser und Nährstoffe, er schützt uns vor Überschwemmungen und kann CO2 binden. Fruchtbarer Boden ist in Jahrtausenden entstanden und ein äußerst sensibles Ökosystem. 

Der Boden kann nicht zurückgewonnen werden!

Wird er zerstört, dann ist er für immer verloren!

Fast ein Viertel der weltweiten Landmasse ist heute schon durch Erosionen und Klimawandel gefährdet (www.die-bonn.de und www.oekosystem-erde.de)

Die europäische Umweltagentur geht von einer Bedarfszunahme an Lebensmitteln von 70% für die kommenden Jahrzehnte bei schwinden Anbauflächen aus. Im Hinblick auf die Ernteschäden durch den Klimawandel sind die besonders ertragreichen Landwirtschaftsböden überall in Hessen besonders zu schützen und Landwirten mehr Respekt entgegenzubringen (www.bund-hessen.de)

Oder wollen wir Lebensmittel aus aller Welt bestellen, wo die Böden und Pflanzen mit Pestiziden (die hier verboten sind) bearbeitet werden, um überhaupt einen Ertrag zu haben. Wie in Indien, wo sich die Bevölkerung dadurch selbst vergiftet? (www.spiegel.de/ausland/pestizide)

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz kommuniziert die Probleme, für jeden nachzulesen: Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Aber wer kontrolliert die Umsetzung dieser hehren Ziele in den Bundesländern und Gemeinden? Hier muss jeder Bürger aktiv werden und schauen was in seiner Gemeinde und Gemeindevertretung passiert.

 

Autorin: Renate Martin-Schäfer, Edermünde

Jeden Tag fahren viele, zu viele LKW durch unsere Ortschaften und das Tag und Nacht. Der Verkehr nimmt zu und damit die unerträglichen Belastungen, wie Lärm, Erschütterungen, Luftverschmutzung für die Menschen im Ort. Ein Bewohner berichtete über nächtliches Hupen von LKWs, welche so ihren Ärger über den Blitzer zum Ausdruck brachten. Viele ignorieren das Messgerät einfach oder haben Sondergenehmigungen. Mit dem stationären Blitzgerät (stationäre Anlage an der L3221) wurden 2020 folgende Messungen durchgeführt:  Chattengau Kurier Ausgabe 09/ 03. März 2021

  1. 134 Messungen
  2. 624.685 Fahrzeuge gezählt
  3. 711 Auslösungen der Anlage
  4. 153 Verwarnungen Geschwindigkeit
  5. 23 Verwarnungen Gurt/Handy
  6. 65 Bußgelder Durchfahrtsverbot
  7. 7 Bußgelder Geschwindigkeit.

Es wird berichtet, dass LKW-Fahrer:innen den Gegenverkehr abwarten und dann auf die Gegenfahrbahn ausweichen, um die Blitzerauslösung zu vermeiden. LKW-Fahrer informieren sich über Funk, ob die Anlage in Betrieb ist. Am 13.05.21 wurde ein Fahrer dazu befragt. Er gab es zu, aber zuckte nur mit den Schultern. Einer von vielen, die Ortsdurchfahrtsverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen ignorieren.

Entwickelt sich Edermünde zunehmend zum Logistikstandort?

Die Anzeichen sind da: Die alte Lagerhalle von Lidl bietet sich für neue Logistikunternehmen an und wird das LKW-Aufkommen deutlich erhöhen. Die neue Lidl-Lagerhalle hat die doppelte Kapazität und das verdoppelt auch den Zulieferverkehr bis auf 350 LKW täglich. Vor der geplanten Halle ist die Ansiedlung von Kleingewerbe vorgesehen, was ebenfalls vermehrt Zuliefer- und Kundenverkehr zur Folge hat. Was passiert auf dem Gelände gegenüber dem jetzigen Lidl-Lager? Es wurde von dem Transportunternehmen Kördel gekauft und die Fläche wird gerade geebnet und planiert. Spedition Kördel aus Guxhagen ist mit diesem Grundstück Anlieger und wird mit seinen Zugmaschinen für drastisch mehr Verkehr sorgen. Wieviel Verkehr wird der neue Kuno-Standort gegenüber Ratio bringen? Was kommt als nächstes?

Edermünde soll Klima-Kommune werden? Prima Idee, aber wie lässt sich das mit dieser Logistikentwicklung vereinbaren? Die Webseite von Edermünde weist noch immer auf den besonders guten und verkehrsgünstigen Standort mit den Anbindungen an A7 (Guxhagen), A49, A44 (Kreuz Kassel-West) und zur A7 (Dreieck-Kassel-Süd) hin. 

Sehr attraktiv für Logistikfirmen. Und Platz gibt es zwischen und um unsere Ortschaften ja noch genug. Vielen Bürgern reicht es! Wir wollen keine weitere Logistik in Edermünde!

Autorin: Renate Martin-Schäfer, Edermünde

Guter Ackerboden ist eine wesentliche Grundlage unseres Lebens.

Er versorgt uns mit Nahrung und bietet Raum für unzählige Lebewesen. Wo sollen unsere Lebensmittel herkommen, wenn täglich rund 56 Hektar  (Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz, BMU) bebaut und versiegelt werden?

Flächenverbrauch ist ein schleichender Prozess. Bürger und selbst politische Entscheidungsträger nehmen es kaum wahr! Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern, laut „Klimaschutzplan 2050“ strebt sie sogar das Flächenverbrauchsziel Netto-Null (Flächenkreislaufwirtschaft) an.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir Bürger darauf aufmerksam machen und uns einmischen.

Ertragreicher Boden ist eine endliche Ressource, das muss uns für die Zukunft bewusst werden. Wir werden uns weiterhin für Bodenschutz und Landschaftsschutz einsetzen, jeder kann uns unterstützen.

Quellen: Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz: www.bmu.de/WS128,  www.umweltbundesamt.de

 

 

Autor: Bi-Logistik

Unsere Aussage, dass ca. 50% der Gewerbesteuereinnahmen nicht der Gemeinde zugute kommen, ergibt sich unseren Informationen gemäß aus dem Haushaltsvorbericht der Gemeinde Edermünde für 2021 (s. S. 23ff, anliegendes Bild).

Es gibt eine Untersuchung des wirtschaftsnahen IFO-Instituts, das die Aufteilung der Gewerbesteuereinnahmen analysiert hat und davon ausgeht, dass durch Umlagen den Gemeinden noch mehr Geld verloren geht, deswegen halten wir die Einschätzung von ca. 50% für plausibel. (Quelle)